Compassion

  St.-Rochus-Str. 5, 74722 Buchen

 

  06281/52880

 

Praktikumstermine:  siehe Terminplan

Was ist das „Compassion-Projekt"?

Es besteht aus einem einwöchigen Praktikum der SchülerInnen in einer sozialen Einrichtung und begleitendem (vor- und nachbereitendem) Unterricht in möglichst vielen dafür in Frage kommenden Fächern (Deutsch, Gemeinschaftskunde, Fremdsprachen, Sport, Biologie...), Schwerpunktfach ist Religion / Ethik.

Die Termine des Praktikums werden rechtzeitig bekannt gegeben. Der begleitende Unterricht nimmt in allgemeiner oder spezifischer Weise soziale, ethische, religiöse Themen/Fragestellungen auf und vertieft so die Erfahrungen
und Kenntnisse der Schüler/innen. Nach dem Praktikum findet ein Auswertungsblock statt und die Schüler/innen verfassen einen Bericht, in dem sie ihre Erfahrungen reflektieren sollen. 

Warum „Compassion-Projekt"?

Das Besondere des Projektes ist die Begegnung mit dem behinderten, dem kranken, dem alten oder auch armen Menschen oder auch mit kleinen Kindern. Schüler/innen machen dabei Erfahrungen, die ihnen neue Sichtweisen eröffnen, Fragen provozieren und die Lebensrelevanz unterrichtlicher Themen verdeutlichen. Sie werden herausgefordert, sich in einer neuen und ungewohnten Situation zurechtzufinden und sich auf fremde Menschen einzustellen. Ihre soziale Kompetenz wird dadurch gestärkt; gefördert werden Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein sowie das Wahrnehmen eigener Stärken und Schwächen. Während des Auswertungsblocks werden Erfahrungen und Beobachtungen der Schüler/innen aufgegriffen und sie werden zur Reflexion des Erlebten angeleitet, was letztendlich auch die Frage nach dem eigenen Lebensweg, nach der Zukunft unserer Gesellschaft sowie nach Werten und Zielen beinhaltet.
Kurz: Das Projekt fördert die personale, kommunikative, soziale, ethische, religiöse
Kompetenz der Heranwachsenden und belebt den Unterricht.

Wie wird das Praktikum durchgeführt?

Zur Durchführung des Praktikums wird die Klasse vom Unterricht befreit. Jeder Schüler, jede Schülerin arbeitet in dieser Zeit in einem 6-8-Stunden-Tag in einer diakonischen, karitativen, sozialen Einrichtung (z.B. Einrichtungen für Behinderte, Kindergarten, Alten-/Pflegeheim, Krankenhaus...) vornehmlich in oder um Buchen möglichst nah mit betroffenen Menschen zusammen. Sie gewinnen durch ihre Arbeit Einblicke in diakonisch-karitative und soziale Aufgabenfelder, in die Situation der betroffenen Menschen, die Arbeitsweise der Mitarbeiter/innen, die Kooperation in der Hilfesituation und registrieren auch eigene, ganz persönliche Reaktions- und Verhaltensweisen. Während des Praktikums stattet nach Möglichkeit eine Lehrkraft entweder einen Besuch am Arbeitsplatz ab oder sucht telefonischen Kontakt mit Einrichtung und Praktikant/in. 

Wie werden die Arbeitsplätze gesucht und ausgesucht?

Die Einrichtungen im NOK, die für unser Projekt in Frage kommen, wurden vom BGB angeschrieben, informiert und gebeten, wie schon in den letzten Jahren Praktikumsplätze anzubieten. Sobald alle Rückmeldebögen wieder eingetroffen sind (Mitte Oktober), werden die Klassen informiert über die Plätze, die zur Verfügung stehen. Erst danach wählen die Schüler/innen ihren Platz, dazu gibt es ein bestimmtes Verfahren. Nach Rücksprache (!) mit Frau Göhrig-Müller können Praktikumsplätze in sozialen Einrichtungen außerhalb (!) des NOK auch selbst gesucht werden. 

Schüler/innen, die in einem Krankenhaus das Compassion-Praktikum ableisten möchten – sie arbeiten dann auf den Stationen im Pflegebereich -, müssen sich – nach Absprache mit Frau Göhrig-Müller - selbständig um einen Platz bemühen, da die Krankenhäuser im NOK in der Regel (Ausnahme: Hardheim / Diakonieklinik Mosbach / Neuropsychiatrie am KKH Mosbach) für einwöchige Praktika im Pflegebereich leider keine Plätze anbieten können. Schüler/innen, die ein besonderes soziales Arbeitsgebiet erkunden möchten (Bahnhofsmission, Obdachlosenhilfe usw.), sollten sich frühzeitig mit Frau Göhrig-Müller in Verbindung setzen, damit gemeinsam ein Praktikumsplatz gefunden werden kann. Die endgültige Zuordnung der Praktikumsplätze für 2019 erfolgt im Dezember 2018. Danach nehmen die Schüler/innen mit ihrer Praktikumseinrichtung Kontakt auf und vereinbaren einen Termin für ein „Vorstellungsgespräch“. Alle erwähnten Schritte werden mit den Schüler/innen besprochen.

Wie wird das Praktikum unterrichtlich begleitet?

In der unterrichtlichen Vorbereitung des Praktikums werden mögliche Vorerfahrungen, Erwartungen und Befürchtungen der Schüler/innen aufgegriffen und praktische Fragen geklärt. Die Schülerinnen und Schüler recherchieren mit Hilfe von Prospekten, Internet und Gesprächen nähere Informationen über ihre Einrichtung und das damit verbundene Arbeitsfeld. Sie bedenken, mit welchen Herausforderungen sie selbst konfrontiert werden und welche grundsätzlichen Fragen relevant werden. Diese Aufgaben werden schriftlich erledigt und eventuell präsentiert. Die Benotung dafür zählt in Religion / Ethik zur mündlichen Note. 

Nach dem Praktikum findet ein Nachbereitungsblock statt; hier sollen die wichtigsten Erfahrungen angesprochen werden. Außerdem werden im Verlauf des Schuljahres in verschiedenen Unterrichtsfächern besonders diejenigen Elemente des Lehrplans behandelt, die einen Bezug zum abgeleisteten Praktikum haben (Fragen des Menschenbildes, sozialpolitische Themen, Situation in anderen Ländern usw.). Die Schüler/innen erhalten ein Compassion-Zertifikat der Schule, wenn sie Tagesprotokolle verfassen und die Aufgaben, die am Nachbereitungstag gestellt werden (schriftliche Reflexion), erfüllen. Genaueres wird im Religions-/ Ethikunterricht besprochen. In beiden Halbjahren wird jeweils eine Klausur geschrieben. Die Klausur des 2. Halbjahres verknüpft Unterrichtsinhalte mit den Praktikumserfahrungen und intendiert eine vertiefte Reflexion des Praktikums.

Dem schulischen Auftrag entsprechen:

  • Bildung = Wissen + Haltung
  • Lernen mit Kopf, Herz, Hand
  • Schülerinnen und Schüler erleben gesellschaftliche Probleme und werden bei der Reflexion darüber begleitet
  • Die Lebensrelevanz des Unterrichts erkennbar werden lassen
  • Schule zur Lebenswelt hin öffnen

 

Dem gesellschaftlichen Entsolidarisierungsprozess entgegensteuern:

  • Schülerinnen und Schüler für die Situation anderer Menschen sensibilisieren
  • Schülerinnen und Schüler darin bestärken, eine Gegen-Haltung zur emotionalen Coolness und sozialen Gleichgültigkeit zu leben (Solidarität; Engagement)

 

Persönlichkeitsbildung

  • Herausforderung durch eine neue und ungewohnte Situation
  • sich auf fremde Menschen einstellen; Kontakt aufnehmen
  • sich in andere einfühlen
  • eigene Stärken und Schwächen wahrnehmen und annehmen
  • mit Gefühlen umgehen
  • Team-Arbeit
  • Kommunikation
  • Sinn des Lebens; Lebens-Werte; eigener Lebensweg + Lebensgestaltung

 

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