Thema „Verantwortung“ ganz konkret
Im vergangenen Jahr hatten wir im Religionsunterricht ein sehr bewegendes Thema. Wir sollten ein soziales Projekt auf die Beine stellen. Am Anfang wussten wir gar nicht so recht, was und wie wir das machen sollen. Unsere Reli-Lehrerin, Frau Kögel, hat uns einen kleinen „Stups“ gegeben und schon... flossen die Ideen. Wir stimmten ab. Es wurden ein Kuchenverkauf und „Komplimente to go” beschlossen.
Das Organisationsteam Lola, Julius und Lena kümmerte sich um die Umsetzung. Lola und Julius überlegten, wie sie die Komplimente umsetzen können, und Lena, wo wir das gesammelte Geld hinspenden werden. Die Komplimente wurden im ganzen Schulhaus an verschiedenen Stellen aufgehängt und auch mehrmals aufgefüllt. Unser gesammeltes Geld wollten wir an ein Kinderhospiz in unserer Nähe spenden. Am Tag des Verkaufs waren wir, die ganze Religionsgruppe, sehr aufgeregt. Fast alle beteiligten sich in irgendeiner Form an der Umsetzung unseres Projektes. Wir hatten viele verschiedene Kuchenarten. Am Ende war alles verkauft und uns war noch nicht klar, wie viel Geld wir eingenommen hatten. In der nächsten Reli-Stunde überraschte uns unsere Lehrerin mit dem Betrag: Wir hatten mit dem Kuchenverkauf 361€ eingenommen! Nach dieser Religionsstunde haben wir den Kontakt mit Mehmet Yesilgöz vom Kinderhospizdienst des Neckar-Odenwald-Kreises aufgenommen. Leider fanden wir in diesem Jahr zunächst keinen Termin für ein Treffen, aber in der letzten Woche vor den Ferien hat es endlich geklappt. Herr Yesilgöz kam zu uns ans BGB, wo wir ihn empfingen. Er erzählte uns, dass derzeit 20 Mitarbeiter bei ihm tätig sind. Sie sind ein ambulanter Dienst und kommen zu den Kindern nach Hause. Er erzählte uns auch, dass sie nicht nur zu erkrankten Kindern gehen, sondern auch zu Geschwisterkindern oder Kindern, deren Eltern schwer krank sind. Sie wollen immer, dass die Kinder Spaß haben. Am Ende erzählte er uns noch, warum er zum Hospiz gekommen ist. Seine Eltern kamen aus der Türkei. Er selbst ist in Deutschland geboren und wünschte sich immer wieder, ganz akzeptiert zu werden. Er wollte, dass alle integriert sind: kranke Menschen, aber auch Menschen, die im Gefängnis sitzen. Er erzählte uns, dass er aus diesem Grund im Gefängnis ehrenamtlich arbeitet und zum Hospiz gekommen ist. Das bewegte uns sehr und wir sind dankbar, das gesammelte Geld an das Kinderhospiz nach Mosbach zu spenden.
https://www.bgbuchen.de/aktuelles/aktuelles/bgb-schueler-unterstuetzen-kinderhospiz.html#sigProIdf5bb151bb6
Text: Lena Siegert (8e)
Bilder: Frau Kögel



