Filmfestival der Generationen
Ein Film über die an Demenz erkrankte Mutter eines jungen Regisseurs? Es gibt sicher aufregendere Filme, die sich unsere Schüler*innen der 10. Klassen angeschaut hätten... und dennoch (oder gerade deshalb?) wird der Film „Vergiss mein nicht“ des deutschen Regisseurs David Sieveking sicher nicht so schnell vergessen werden. Der Film ist eine berührende Auseinandersetzung eines Sohnes mit der Geschichte seiner Eltern, zumal seine Mutter ihm diese Geschichte nicht mehr berichten kann.
Unsere Schüler sind jung, dynamisch, wissensbegierig – und werden mit einem Thema konfrontiert, was das Gegenteil all dieser Eigenschaften darstellt: Demenz! Dieses Thema erzeugt Schwierigkeiten, Unsicherheit und bei vielen Menschen auch eine große Überforderung. Gerade deshalb wird es in unserer Gesellschaft gerne zur Seite geschoben, obwohl die Zahlen auch im Neckar-Odenwald-Kreis massiv steigen, wie Gerhard Weidner, der Vorsitzende des Arbeitskreises Gerontopsychiatrie, und Jutta Landwehr vom Pflegestützpunkt den Schüler*innen im anschließenden Gespräch eröffneten.
Die Filmvorführung im Rahmen des Filmfestivals der Generationen konnte unseren Schülern eine Perspektive aufzeigen, die viele Impulse für ihre persönliche Lebensgestaltung lieferte: Was bedeutet es für einen Menschen, in Würde zu altern? Wie geht eine Gesellschaft angemessen mit Menschen um, die an Demenz erkranken? Wie gehe ich persönlich mit Angehörigen um und welche Hilfestellungen kann ich geben? Was bedeutet diese mögliche Perspektive für mich als jungen Menschen für meine persönliche Zukunftsgestaltung? Diese und andere Fragen konnten die Schüler*innen mit den beiden professionellen Fachkräften sowie im Unterricht in verschiedenen Fächern und aus verschiedenen Blickwinkeln diskutieren. 
Text: Herr Schrott
Bilder: Frau Biller



