Exkursion der Geopark AG zum Katzenbuckel
Am Samstag, den 30. November, unternahm die Geopark-AG, begleitet von Schülerinnen des Leistungskurses Geographie, eine Exkursion zum Katzenbuckel im Odenwald. Das Jahresthema der Geopark AG "Vulkanismus" gab dabei den fachlichen Rahmen vor und die eisigen Temperaturen konnten der Entdeckerlust der Schülerinnen und Schüler keinen Abbruch tun. Mit fachlicher Unterstützung von Jochen Babist vom Naturpark Bergstraße-Odenwald wurde der Vulkanismus vor Ort eingehend untersucht. Der Katzenbuckel, eine markante Erhebung in der Region, ist ein eindrucksvolles Beispiel für die geologischen Überreste eines längst erloschenen Vulkans.
Während der Exkursion konnten die Teilnehmenden verschiedene geologische Aufschlüsse auf engem Raum betrachten und viel über den Vulkanismus der Region lernen. Besonders interessant war der zweiphasige Vulkanismus, der am Katzenbuckel dokumentiert werden kann. Vor etwa 69 Millionen Jahren, in der Kreidezeit, kam es zu einer phreatomagmatischen Eruption, bei der sich ein Maar bildete. Das aufsteigende Magma kam in Kontakt mit Grundwasser, was eine gewaltige Explosion zur Folge hatte, die die ca. 600 Meter mächtigen, darüberliegenden Schichten durchschlug. In der Folge des Ausbruches verlagerte sich der Grundwasserspiegel nach unten und mit ihm senkte sich der Eruptionsbereich. Trichterförmig rutschten die Hangbereiche nach, sodass sich sich auf dem heutigen Katzenbuckel auch Tuffe finden lassen. Das Innere des Vulkanschlots wurde durch nachdringendes Magma ausgefüllt, das abkühlte und Gesteine mit phonolithischer Zusammensetzung bildete.
In einer zweiten Phase stieg weiteres Magma auf, das jedoch nicht die Oberfläche erreichte, sondern innerhalb des bestehenden Schlots zu grobkristallinem Nephelinsyenit erstarrte. Im Laufe der Zeit führten Erosion und Abtragung dazu, dass die weicheren Deckschichten, darunter Gesteinsschichten des Jura und des Muschelkalk, auf das heutige Niveau der Landoberfläche abgetragen wurden, während ein Teil der härteren Schlotfüllung als Härtling übrig blieb. Diese Erhebung aus vulkanischem Gestein ist widerstandsfähiger gegen die Erosion und bildet die markante Erhebung des Katzenbuckel, der heute mit 626 Meter als einer der höchsten Punkte im Odenwald bekannt ist.
https://www.bgbuchen.de/aktuelles/aktuelles/einblicke-in-den-vulkanismus-der-region.html#sigProId9ae569f9dd
Text: Herr Müller
Bilder: Frau Schwingel, Herr Müller



