3 Tage – unterschiedliche Geschichten und ganz viele neue Erfahrungen
Während den Projekttagen haben wir uns mit den Geschichten von geflüchteten Menschen auseinandergesetzt. Dazu waren wir unter anderem in der Flüchtlingsunterkunft am Bahnhof in Buchen. Ziel war es, Einblicke in das Leben geflüchteter Menschen zu erhalten, Vorurteile abzubauen und gemeinsame Aktivitäten durchzuführen. Insgesamt nahmen 18 Schüler*innen teil, begleitet von Herrn Laufer und Frau Kögel. Die Projekttage standen unter dem Motto "Gemeinsam Vielfalt erleben".
Am ersten Tag sind wir nach einem kurzen Kennenlernen mit der Leitung der Flüchtlingsunterkunft, Frau Sevren und Frau Felice, und mit Frau Sanns, einer ehrenamtlich engagierten Buchenerin, zusammen zur Flüchtlingsunterkunft gelaufen.
Während einer kurzen Führung lernten wir ein paar Bewohner kennen. Es wurde schnell deutlich, wie viele unterschiedliche Sprachen und Kulturen hier zusammenkommen. Trotzdem war die Kommunikation mit Händen, Füßen und einem Lächeln oft ausreichend.
Am zweiten Tag haben wir mit einem Flüchtling aus Togo (Abdela) mit Frau Sanns, Frau Sevren und Frau Felice ein Interview geführt. Wir waren erstaunt, wie offen Abdela über seine Geschichte erzählt hat, wie lebensfroh er ist und wie viel Hoffnung er ausstrahlt.
Besonders im Gedächtnis geblieben ist uns die Aussage, dass wir alle Menschen sind, alle gleich essen, trinken und leben, unabhängig von der Hautfarbe und der Herkunft!
Am dritten Tag erhielten wir ein selbst ausgefülltes Interview von Madina, einer aus Afghanistan geflüchteten Staatsanwältin, die leider nicht persönlich vorbeikommen konnte, da sie sich auf ihre B2-Deutsch Prüfung vorbereiten musste. Wir waren beeindruckt, wie perfekt ihr Deutsch war. Ihre Hauptaussage war, dass ihr im Moment am wichtigsten ist, dass sie lebt, und nicht, wie sie lebt!
Die drei Projekttage waren für uns alle eine intensive und lehrreiche Erfahrung. Wir haben viel über Flucht, Hoffnung und Zusammenhalt gelernt. Besonders beeindruckt haben uns die Offenheit und der Mut der Menschen in der Unterkunft. Es wurde klar, dass hinter jedem Geflüchteten ein Mensch mit einer Geschichte, mit Träumen und mit Stärken steht.
Wir nehmen aus diesem Projekt ein besseres Verständnis für die Situation von Geflüchteten mit.
Wir haben uns entschlossen, den Kontakt mit der Flüchtlingsunterkunft zu halten und freuen uns schon darauf, im nächsten Schuljahr Zeit mit den verschiedenen Menschen zu verbringen. Es war mehr als ein Projekt – es war eine Begegnung, die bleibt!
https://www.bgbuchen.de/aktuelles/aktuelles/gemeinsam-vielfalt-erleben.html#sigProId79ed1dfee3
Text: Rebecca Wiener, Lea Pleger
Bild: Frau Kögel



