Zweites Ausbildungswochenende
Nach einem erfolgreichen ersten Ausbildungswochenende folgte am Wochenende vom 11.02.2022 bis 13.02.2022 der zweite Theorieblock der auszubildenden ZehntklässlerInnen. Wie schon drei Wochen zuvor traf sich die Gruppe sowohl freitagnachmittags als auch samstags von 9 bis 18 Uhr und sonntags von 9 bis 14 Uhr.
Nachdem der Schwerpunkt das letzte Mal hauptsächlich auf Spielpädagogik sowie Umgang mit Kinder- und Jugendgruppen lag, fokussierte sich das Programm dieses Mal auf die Themenbereiche Feedback richtig geben und erhalten, Rhetorik und die Welt des Rechtes in Bezug auf Kinder- und Jugendarbeit.
Zunächst erhielten die SchülerInnen am Freitag Gelegenheit, mit Hilfe eines Zahlenstrahls zu reflektieren, welches Feedback sie in verschiedenen Fallbeispielen erhalten oder geben würden. Anschließend wurde die Gruppe in Kleingruppen aufgeteilt. In diesen gaben sich die Teilnehmenden durch eine Art „Memory“-Spiel Feedback zu Charaktereigenschaften der einzelnen Gruppenmitglieder. Dabei kamen interessante Diskussionen auf, beispielsweise, welche Facetten Beschreibungen wie „sensibel“ haben können und was dies für die Gruppendynamik bedeutet. Diese Diskussionen wurden auch in das anschließende Zusammentreffen in der Großgruppe getragen, was den Abschluss des ersten Tages sehr interessant gestaltete.
Samstags knüpfte Gerald Vogt durch Impulse zum Thema, wie auf gute Weise Feedback gegeben werden kann, an das Programm des Vortages an. Auch wie Feedback in Kinder- und Jugendgruppen durchzuführen ist, wurde näher erläutert. Anschließend lag der Fokus auf einem wichtigen gesamtgesellschaftlichen Thema: Durch die sogenannte „Grenzen achten“-Schulung wurden die Teilnehmenden für Grenzverletzungen sensibilisiert, damit sexuelle Übergriffe in der Kinder- und Jugendarbeit verhindert bzw. erkannt werden. Überall, wo mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet wird, sind solche Schulungen der Mitarbeitenden wichtig und vorgeschrieben. Abschluss des Vormittags war ein Exkurs in die Welt der Gesetze, die bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu beachten sind. Nachmittags starteten dann die Projektplanungen für den Praxisteil. Da auch dieses Jahr aus aktuellen Gründen vorerst keine Eventnights stattfinden können, überlegten sich die sechs Kleingruppen viele Alternativprogramme wie Spiele- und Eventnachmittage für die jetzigen und zukünftigen 5. und 6. Klassen.
Neben einer guten Organisation ist ein sicheres Auftreten vor Gruppen für SozialmentorInnen mindestens genauso wichtig. Deswegen erhielten die Auszubildenden am Sonntagvormittag einen Einblick in das Feld der Rhetorik. Durch Rollenspiele konnten sie selbst erleben, wie wichtig Mimik und Gestik sowie angemessene Sprache und Körperhaltung in Gesprächen und bei der Gruppenleitung ist. Anschließend wurde an den bereits am Samstag angefangenen Planungen der Kleinprojekte weitergearbeitet. Ab 12:30 Uhr stand dann die Präsentation der Planungen auf dem Programm. Hier bot sich die Möglichkeit, Feedback und Tipps sowohl von den MitschülerInnen als auch von Gerald Vogt und Frau Göhrig-Müller zu erhalten.
Nun, am Ende des Theorieblocks, gilt unser Dank vor allem den Leitenden Gerald Vogt und Heike Göhrig-Müller sowie dem FSJler Chris, welcher am zweiten Ausbildungswochenende leider nicht mehr dabei sein konnte. Wir, die SozialmentorInnen 2022, wurden durch ihre professionelle Unterstützung und Schulung gut auf den Praxisteil vorbereitet und hatten durch ihr Engagement zwei erlebnisreiche und interessante Wochenenden.
Text: Johanna Peterhänsel




