Projekt der Indoorfarm-AG am Burghardt-Gymnasium – Unterstützer für Teilnahme bei Wettbewerb „Sparda Impuls“ gesucht
Die Ideen gehen den Verantwortlichen am Burghardt-Gymnasium nicht aus: Erst vor kurzem wurde die innovative Indoorfarm offiziell ihrer Bestimmung übergeben, nun läuft bereits die Suche nach Sponsoren für das nächste Projekt: ein grünes Klassenzimmer, das zugleich als Biodiversitäts-Treffpunkt dienen soll. Dafür hat sich die Indoorfarm-AG beim Wettbewerb „Sparda Impuls“ der Sparda-Bank Baden-Württemberg beworben. Der Schulförderverein „Verein der Freunde“ kümmert sich federführend um die Verwirklichung der Vision eines grünen Außenklassenzimmers, das in direkter Nachbarschaft zur Indoorfarm entstehen soll, wie Schulleiter Jochen Schwab und der Leiter der AG, Lehrer Thomas Haas, der RNZ bei einem Vor-Ort-Termin erläuterten.
Für das grüne Klassenzimmer sollen eine Freifläche überdacht und wetterfeste Sitzgelegenheiten geschaffen werden. „Auf Infotafeln könnten die verschiedenen Projekte vorgestellt und die Arbeit der AG beleuchtet werden“, erklärte Thomas Haas. In einem weiteren Schritt könnte das Dach mit einer Photovoltaikanlage ausgerüstet werden, die Strom für den Betrieb der Indoorfarm liefern würde. Alles in allem rechnet Haas mit Kosten von rund 70 000 Euro. Das Projekt trägt das Motto „Gemeinsam stark für Biodiversität“, und die Gemeinsamkeit soll auch in der Umsetzung eine wichtige Rolle spielen. Denn der Förderverein und die Schulgemeinschaft suchen nicht nur Unterstützer und Sponsoren, sondern wollen auch aktiv mitwirken. So ist angedacht, dass Schüler bei der Anlage des grünen Außenklassenzimmers mithelfen, etwa bei der Anlage einer Blühwiese oder bei der Installation der Sitzgelegenheiten. Einen Teil des erhofften Preisgelds beim „Sparda Impuls“ möchte die Indoorfarm-AG in ein weiteres Projekt investieren: „Entwicklung und Erprobung eines Tageslicht-LED-basierten Systemwagens zur effizienten Pflanzenkultivierung in Euroboxen im modularen Aufbau“. Was sich recht komplex anhört, ist in Wirklichkeit viel einfacher: „Wir möchten uns wirtschaftlicher und unabhängiger vom Hersteller der Indoorfarm-Anlage aufstellen“, heißt es in der Projektbeschreibung. Und weiter: „Derzeit kaufen wir unsere Pflanzen für die Indoorfarm vom Hersteller der Anlage zu. Mit einem Systemwagen mit Euroboxen könnten wir direkt bei uns an der Schule ohne große Lieferkette kostengünstig Salatpflanzen kultivieren. Neben Salatpflanzen und Gartenkräutern könnten wir in dem Systemwagen auch besser bedrohte Wiesenkräuter wie den Kreuzenzian anziehen.“
Info: Wer das BGB beim Sparda-Wettbewerb unterstützen möchte, muss nur online dafür abstimmen: Link zur Abstimmung
Weitere Sponsoren werden noch gesucht.
Text und Bild: Rüdiger Busch (RNZ)



