Schülerin des Burghardt-Gymnasiums belegte bei Cover-Wettbewerb des Reclam-Verlags den zweiten Platz
„Kim Reicherts Gestaltung konnte die Jury besonders überzeugen“, teilte der renommierte Reclam-Verlag der RNZ am Donnerstag mit. Die Schülerin des Buchener Burghardt-Gymnasiums gewann mit ihrer beeindruckenden Zeichnung beim Coverwettbewerb des Verlags zum Klassiker „Der zerbrochne Krug“ von Heinrich von Kleist den zweiten Preis. Dafür erhält die 18-Jährige als Anerkennung etwas ganz Besonderes: 20 Exemplare des Buchs mit dem von ihr gestalteten Cover.
„Wir sind absolut überwältigt von der Kreativität und der gestalterischen Tiefe. Die eingereichten Cover sind nicht nur visuell beeindruckend, sondern zeugen auch von einer intensiven und sehr persönlichen Auseinandersetzung mit Kleists Werk“, so Petra Mayer, Programmleitung für die Universal-Bibliothek bei Reclam. „Der zerbrochne Krug“ ist länderübergreifendes Abiturthema 2026 bis 2028 und wird damit in den kommenden Jahren im Fokus des Unterrichts stehen.
Die Resonanz auf den Wettbewerb war überwältigend: Insgesamt wurden über 450 kreative Entwürfe von Schülerinnen und Schülern eingereicht. Kim Reicherts ehemalige Klassenlehrerin Simone Kurz hatte sie auf den Wettbewerb aufmerksam gemacht. „Mir hat das Werk als Schullektüre schon sehr gut gefallen“, sagt die Schülerin der Jahrgangsstufe 13. Und das Zeichnen liegt ihr sowieso im Blut, und so machte sie sich ans Werk.
Das Ergebnis überzeugt rundum. Und auch die Jury war angetan. Hinter Gewinnerin Emelie Meier aus Rosenheim landete Kim Reichert auf Platz 2. Während die Zeichnung der Siegerin als limitierte Sonderausgabe gedruckt und in den Buchhandel gebracht wird, geht auch die Zweitplatzierte nicht leer aus. Sie erhält ein Überraschungspaket von Reclam und 20 Exemplare mit ihrem Cover. „Fünf möchte ich behalten, die anderen 15 stifte ich der Schulbibliothek“, erklärt die 18-Jährige im Gespräch mit der RNZ.
Darüber freut sich auch Schulleiter Jochen Schwab: „Schon zu Corona-Zeiten ist uns Kim Reichert als Zeichentalent aufgefallen. Sie hat ihre Fähigkeiten seither weiterentwickelt: Kompliment und Glückwunsch!“
Möchte sie ihre künstlerische Ader später auch beruflich nutzen? „Das wäre Plan B gewesen“, sagt sie lächelnd, „aber zum Glück hat es mit Plan A geklappt.“ Nach dem Abitur startet Kim Reichert eine Ausbildung zur Physiotherapeutin.

Text und Bild: Rüdiger Busch (RNZ)



